P-Weg – MTB-Marathon in Plettenberg– 45 km 1200 hm

05. Okt 2017

Endlich in Plettenberg! Ein Jahr lang habe ich mich auf diesen schönen und abwechslungsreichen Marathon gefreut!

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Letztes Jahr absolvierte ich diese Strecke in 2:21:22 und belegte Platz 11 in der Gesamtwertung und Platz 6 in meiner AK.

Das zu toppen war mein Ziel!

Ich durfte sogar zum ersten Mal aus dem ersten Block starten!

Der Startschuss fiel und es ging gleich rasant los.

Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 km/h wurden die ersten Asphaltkilometer abgerissen. Dann ging es rein in den ersten langen Anstieg. Hier traf ich auf Vanessa Weber und Elisa Quinker.

Die nächsten Kilometer fuhren wir relativ nah beisammen.

Es war wie immer ganz schön anstrengend, aber dennoch lief es für mich eigentlich ganz gut. Bis Kilometer zwanzig…

Aber was wäre ein Rennen ohne ein Missgeschick?

Ich verlor doch tatsächlich in der ersten langen Abfahrt eine meiner Kontaktlinsen!!! Das ist mir noch NIE passiert!

Jeder der Linsen trägt, kann sich jetzt ganz genau vorstellen, was das bedeutet. Wurzeln, Schlammlöcher oder Dellen im Boden waren für mich einfach nicht mehr wirklich erkennbar. Vorausschauendes Fahren? Fehlanzeige!

Halb blind und ohne richtiges, räumliches sehen, blieb mir nichts anderes übrig, als an Geschwindigkeit rauszunehmen, denn einen Sturz wollte ich nicht riskieren.

Dadurch konnten mir die anderen beiden natürlich wegfahren.

So eine Sch….!

Nun gut, da hilft kein Jammern.

So gut es eben ging, habe ich versucht mich den Umständen anzupassen. Es war ein ganz schön harter Kampf, aber ich schaffte es nochmal an die beiden aufzufahren.

Elisa Quinker konnte ich dann auch überholen.

Vanessa Weber war in Sichtweite.

Meine Hoffnung lag darin, sie vielleicht auf dem letzten Straßenstück in Richtung Ziel überholen zu können.

Im Trail zur Stadt runter war sie dann auch direkt vor mir, aber Dank meiner bescheidenen Sicht, konnte ich diesen Part nicht so fahren, wie ich es gern gewollte hätte.

Dementsprechend war sie schneller unten und weg…..

Ich habe versucht, alles rauszuholen was ging, aber leider habe ich meine Kräfte bei der Aufholjagd aufgebraucht und so konnte ich sie einfach nicht mehr einholen.

So fuhr ich 16 Sekunden nach ihr über die Ziellinie.

Aber was soll´s? Ich wollte dieses Jahr meine Zeit verbessern und habe mehr als das geschafft!

Mit einer Zeit von 2:12:56 bin ich nicht nur schneller als letztes Jahr, sondern auch als zweite Dame Gesamt und zweite in meiner AK durchs Ziel gefahren. Zweimal Podium!

Das ist mehr als ich erwartet habe!

Ich bin trotz meines Malheurs absolut zufrieden und mega glücklich!!!

VOLL GEROCKT!  \\m//