MTB Rocker

Rennbericht – 20. Kellerwald Marathon

Der 20. Kellerwald Marathon ist endlich der lang ersehnte Startschuss in die neue Saison!

Leider liegt Gilserberg nicht gerade vor der Haustüre und um die Startnummernausgabe nicht zu verpassen, mussten wir schon um 5:45 hier abfahren. Der frühe Vogel brummte aus seinem Baum heraus irgendwas mit „…kannst mich mal..“ und spätestens dann fragt man sich immer wieder, WARUM eigentlich?

Angekommen, läuft es wie immer. Startnummern holen, Freunde und andere Verrückte begrüßen, einen Kaffee trinken (wenn noch genug Zeit ist) und die Bikes fertig machen.

Dieses Jahr haben wir keinen Gestrandeten auflesen müssen (Insider) und hatten dadurch richtig viel Zeit. Nach einem gemütlichen Kaffee mit Sven Schreiber (Night on Bike) fuhren wir zum aufwärmen mit Marie eine schöne Runde entlang der Rennstrecke.

Auf einmal hörte man von Chris nur noch #!+*#“%&!!!

Seine frisch gewartete und reparierte Lefty hat wieder schlapp gemacht. Total eingefedert rollten wir zurück zum Auto um den Druck zu checken und die Gabel zu resetten.

Im Startblock standen wir dadurch leider recht weit hinten, aber da hier eine Einführungsrunde hinter dem „Pacecar“ gefahren wird, hat man noch gute Chancen sich nach vorne zu kämpfen.

Startschuß! Links und Rechts an anderen Fahrern vorbei konnten wir tatsächlich einige Plätze nach vorne gutmachen. Nach gut 3,5km kommt der eigentliche Start, ich persönlich bin längst im Rennfieber und verpasse ihn natürlich.

Das Fahrerfeld ist die erste Zeit recht dicht beieinander, bis es bei km 7 in den ersten Berg geht.

4km lang geht es kontinuierlich bergauf, bei jeder Anfahrt auf eine Kurve wünscht man sich, dass es danach zumindest mal flach weiter geht, aber hier verteilt sich das Fahrerfeld sehr gut.

ENDLICH es geht bergab! Letztes Jahr habe ich in den verschlammten Rinnen noch geflucht, doch dieses Mal holpert und poltert man die 12-15% Gefälle (laut Strava sogenannten „Downhill Kellerwald“) runter. Die Schläge sind schon ordentlich und man spürt die holprige Piste in den Armen.

Unten angekommen wird man direkt über die „Pferdewiese“ hechelnd bergauf gescheucht..(manche sagen, sie heißt so, weil es kein Pferd gibt, das je auf die Idee käme, diese Wiese hoch zu laufen (Quelle: http://www.kellerwald-bikemarathon.de/))

Das Schöne an diesem Rennen ist, zumindest, wenn man die Kurzdistanz gewählt hat und nur eine Runde fährt, dass man die schlimmen langen Steigungen zur Hälfte des Rennens hinter sich hat.

Naja, die 1,6km lange 9% steile Rampe zieht sich nochmal richtig, aber dafür ist das Ziel nicht mehr weit entfernt.

Der Zieleinlauf ähnelt einer Slalompiste: links, rechts und da noch mal um die Kurve, dann schnell links einordnen um nicht in die zweite oder gar dritte Runde zu gehen, wie die Jungs und Mädels der Mittel-, bzw. Langdistanz.

Im Ziel wird man direkt mit einem großen Laib Brot empfangen, den der Sponsor des Rennens jedem Teilnehmer in die Hand drückt. (Übrigens sehr lecker, wir haben es am Abend direkt aufgeschnitten.)

Zusammenfassend kann ich nur sagen:
Besseres Wetter als letztes Jahr, die Trails waren dadurch echt klasse, leichteres Bike, Fahrer leichter geworden, Zeit ordentlich verbessert, keine Panne, kein Unfall oder Sturz, so kann die Saison gerne weiter gehen.

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Kellerwald Marathon 2017

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Tobias

Ich bin seit Anfang 2015 Mitglied im MTB Rocker Racing Team. Aktuell auf einem canyon Grand Canyon CF 29 unterwegs - immer noch was schwer, aber es macht richtig Spaß! :-)

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